Soziale Gerechtigkeit

  • Foto: FES Mongolia

Wirtschaftlich befindet sich die Mongolei auf dem Sprung vom Agrarstaat, mit bisher weitgehend nomadischen Strukturen und geringer Pro-Kopf-Wertschöpfung, zu einem wichtigen Rohstofflieferanten für den Weltmarkt. Internationale Experten gehen davon aus, dass in der Mongolei umfangreiche Bodenschätze lagern, darunter die zweitgrößten Kupferreserven der Erde. Mit ihren Vorkommen an Kupfer, Gold, Kohle, Molybdän, Fluorit, Zinn und Uran gehört die Mongolei zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt.

Davon hat das Land zu Beginn der 2000er Jahre mit einem kräftigen Wirtschaftsaufschwung profitiert. Zu einem spürbaren Rückgang der Armut und einer größeren sozialen Gerechtigkeit hat dies allerdings nicht geführt. Gesunkene Rohstoffpreise und eine stagnierende Nachfrage haben in den letzten Jahren zu einer angespannten wirtschaftlichen Lage in der Mongolei geführt.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung arbeitet mit ihren Partnern aus Gewerkschaften, Verwaltung und Politik daran, die sozialen Sicherungssysteme in der Mongolei nachhaltiger zu gestalten, sozialdemokratische Wege aus der Wirtschaftskrise zu finden und eine soziale Grundsicherung für alle unabhängig vom Beschäftigungsstatus zu fördern. Wir unterstützen und stärken die mongolischen Gewerkschaften als kompetente Partner im sozialen Dialog und als Interessenvertretung in der Privatwirtschaft. Wir beraten progressive Parteien bei der Entwicklung ihrer wirtschaftspolitischen Programmatik. Wir stellen Expertise aus Deutschland und Europa für die Weiterentwicklung des mongolischen Wohlfahrtsstaates bereit.

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